Was ist generationenübergreifendes Wohnen?
Generationenübergreifendes Wohnen rückt immer stärker in den Fokus, insbesondere durch Reportagen und Erfahrungsberichte über Studierende oder junge Berufstätige, die bei älteren Menschen einziehen. Die Idee ist einfach: Eine ältere Person hat ein freies Zimmer, ein jüngerer Mensch sucht bezahlbaren Wohnraum, und beide teilen sich den Alltag auf eine Weise, von der beide Seiten profitieren können.
Gerade in Zeiten hoher Wohnkosten und knappen Wohnraums kann dieses Modell für junge Menschen eine interessante Alternative sein. Gleichzeitig leben viele ältere Menschen allein in Wohnungen oder Häusern, in denen ein oder mehrere Zimmer nicht mehr genutzt werden. Eine Wohnpartnerschaft kann dann Wohnraum schaffen, Gesellschaft ermöglichen und – wenn beide Seiten es wünschen – kleine Hilfen im Alltag einschließen.
Doch wie funktioniert generationenübergreifendes Wohnen konkret? Welche Kosten entstehen? Welche Unterstützung kann vereinbart werden? Und wo liegt der Unterschied zwischen solchen Wohnpartnerschaften und dem umfassenderen Modell Wohnen gegen Leistungen bei ToitChezMoi?
Warum wird generationenübergreifendes Wohnen immer interessanter?
Die Idee, dass jüngere und ältere Menschen unter einem Dach leben, ist nicht neu. Durch die angespannte Wohnsituation in vielen Städten erhält sie jedoch neue Aufmerksamkeit.
Auf der einen Seite suchen Studierende, Auszubildende und junge Berufstätige bezahlbare Zimmer. Auf der anderen Seite verfügen viele ältere Menschen über Wohnraum, den sie selbst nicht mehr vollständig nutzen.
Eine generationenübergreifende Wohnpartnerschaft kann diese beiden Situationen miteinander verbinden:
- eine ältere Person stellt ein freies Zimmer zur Verfügung;
- ein jüngerer Mensch erhält Zugang zu bezahlbarem Wohnraum;
- die ältere Person kann von Gesellschaft und regelmäßiger Anwesenheit profitieren;
- kleine Alltagshilfen können individuell vereinbart werden;
- beide Seiten behalten grundsätzlich ihre Selbstständigkeit.
Gerade in Deutschland ist in diesem Zusammenhang auch die Bezeichnung „Wohnen für Hilfe“ verbreitet. Solche Wohnpartnerschaften werden unter anderem von Studierendenwerken angeboten und bringen Studierende mit älteren Menschen, Familien oder anderen Personen zusammen, die Wohnraum anbieten und Unterstützung im Alltag suchen.
Was bedeutet generationenübergreifendes Wohnen genau?
Der Begriff beschreibt unterschiedliche Wohnformen, bei denen Menschen verschiedener Generationen gemeinsam unter einem Dach leben.
Typischerweise stellt eine ältere Person ein eigenes Zimmer zur Verfügung. Die jüngere Person beteiligt sich je nach Modell finanziell, übernimmt kleinere Hilfen oder verbindet beides miteinander.
Es gibt dabei keinen einheitlichen europäischen Rechtsrahmen. Die genaue Ausgestaltung hängt vom jeweiligen Land und vom konkreten Modell ab.
In Frankreich existiert beispielsweise ein spezieller gesetzlicher Rahmen namens „cohabitation intergénérationnelle solidaire“. Er richtet sich an Personen ab 60 Jahren, die einen Teil ihrer Wohnung einem Menschen unter 30 Jahren gegen einen moderaten finanziellen Beitrag überlassen.
Kleinere Dienstleistungen können zusätzlich vereinbart werden, dürfen aber nicht dazu führen, dass aus der Wohnpartnerschaft ein verdecktes Arbeitsverhältnis wird.
Für wen eignet sich generationenübergreifendes Wohnen?
Das hängt vom jeweiligen Modell ab. Im Allgemeinen kommen verschiedene Altersgruppen und Lebenssituationen infrage.
Für ältere Gastgeber
Generationenübergreifendes Wohnen kann interessant sein, wenn ein oder mehrere Zimmer ungenutzt sind und der Wunsch nach Gesellschaft oder gelegentlicher Unterstützung besteht.
Mögliche Vorteile sind:
- regelmäßige Anwesenheit im Haushalt;
- mehr Gespräche und soziale Kontakte;
- kleine Hilfen im Alltag;
- eine Beteiligung an Wohn- oder Nebenkosten;
- eine sinnvolle Nutzung eines freien Zimmers.
Für jüngere Mitbewohner
Für Studierende, Auszubildende und junge Berufstätige kann die Wohnform vor allem dann interessant sein, wenn klassische Mietwohnungen zu teuer oder schwer zu finden sind.
Sie kann sich besonders eignen für Menschen, die:
- günstigen oder bezahlbaren Wohnraum suchen;
- eine ruhigere Wohnsituation bevorzugen;
- offen für das Zusammenleben mit einer anderen Generation sind;
- bereit sind, gelegentlich im Alltag zu helfen;
- eine Alternative zur klassischen WG suchen.
Wie funktioniert eine generationenübergreifende Wohnpartnerschaft im Alltag?
In vielen Fällen erhält die jüngere Person ein eigenes Zimmer und nutzt bestimmte Bereiche wie Küche, Bad oder Wohnzimmer gemeinsam mit dem Gastgeber.
Welche Bereiche privat bleiben und welche gemeinsam genutzt werden, sollte bereits vor dem Einzug geklärt werden.
Außerdem sollten beide Seiten darüber sprechen:
- welches Zimmer zur Verfügung steht;
- welche Gemeinschaftsräume genutzt werden können;
- ob und in welcher Höhe eine Miete oder Kostenbeteiligung anfällt;
- welche Alltagshilfen gewünscht sind;
- wie häufig Unterstützung erwartet wird;
- wie gemeinsame Mahlzeiten oder Gespräche aussehen sollen;
- ob Besucher erlaubt sind;
- welche Tagesrhythmen beide Seiten haben;
- wie lange die Wohnpartnerschaft dauern soll.
Wichtig ist, dass beide Menschen ihren eigenen Alltag behalten können. Generationenübergreifendes Wohnen bedeutet nicht, dass ständig gemeinsame Zeit verbracht werden muss.
Was kostet generationenübergreifendes Wohnen?
Es gibt keinen einheitlichen Preis.
Die Kosten hängen davon ab, welches Modell gewählt wird, wo sich das Zimmer befindet und welche Leistungen vereinbart werden.
Bei klassischen „Wohnen für Hilfe“-Programmen in Deutschland wird häufig eine reduzierte Miete oder lediglich eine Beteiligung an den Nebenkosten verlangt. Im Gegenzug übernimmt die jüngere Person bestimmte Alltagshilfen.
Teilweise wird als Orientierung die Größe des Zimmers herangezogen. Bei einigen Programmen gilt beispielsweise ungefähr eine Stunde Unterstützung pro Monat je Quadratmeter Wohnraum. Diese Faustregel ist jedoch kein allgemeines Gesetz, sondern Teil bestimmter regionaler Modelle.
Andere Wohnpartnerschaften funktionieren wiederum mit einer regulären, aber reduzierten Mietzahlung und weniger oder gar keiner Hilfe.
Deshalb sollte vor dem Einzug eindeutig geklärt werden, welche finanzielle Beteiligung tatsächlich verlangt wird und welche Leistungen dafür erwartet werden.
Kann man kostenlos wohnen und dafür helfen?
Ja, bestimmte deutsche Programme funktionieren genau nach diesem Prinzip.
Bei einigen „Wohnen für Hilfe“-Modellen bezahlen Studierende keine klassische Miete, sondern lediglich Nebenkosten und übernehmen im Gegenzug vereinbarte Hilfeleistungen im Alltag. Andere Programme arbeiten mit einer reduzierten Miete.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes kostenlose Zimmer automatisch nach demselben Modell funktioniert.
Welche rechtlichen und finanziellen Regeln gelten, hängt immer von der tatsächlichen Vereinbarung ab.
Auch das Wohnen gegen Leistungen folgt einer ähnlichen Grundidee: Wohnraum und vereinbarte Unterstützung werden miteinander verbunden. Der Rahmen ist jedoch breiter und nicht auf klassische generationenübergreifende Wohnpartnerschaften beschränkt.
Welche Hilfe kann vereinbart werden?
Bei generationenübergreifenden Wohnpartnerschaften geht es normalerweise um kleine Alltagshilfen, die vorher gemeinsam festgelegt werden.
Dazu können beispielsweise gehören:
- kleine Einkäufe erledigen;
- gelegentlich gemeinsam kochen;
- leichte Arbeiten im Haushalt;
- Unterstützung im Garten;
- Mülltonnen herausstellen;
- mit Smartphone oder Computer helfen;
- einen Hund ausführen;
- Gesellschaft leisten oder Zeit miteinander verbringen.
Solche Hilfen sind auch für deutsche „Wohnen für Hilfe“-Projekte typisch. Professionelle Pflege oder medizinische Leistungen gehören ausdrücklich nicht dazu.
Die Grenze ist wichtig: Eine junge Person sollte durch ein günstiges Zimmer nicht faktisch zu einer unbezahlten Pflegekraft oder Haushaltshilfe werden.
Welche Aufgaben sollten nicht dazugehören?
Eine generationenübergreifende Wohnpartnerschaft sollte keine professionelle Betreuung ersetzen.
Nicht geeignet sind insbesondere:
- medizinische Versorgung;
- Pflegeleistungen;
- dauerhafte Betreuung einer pflegebedürftigen Person;
- ständige Rufbereitschaft;
- umfangreiche Haushaltsarbeit, die einem regulären Arbeitsplatz entspricht;
- eine verpflichtende Anwesenheit nahezu rund um die Uhr.
Wenn ein höherer Pflege- oder Unterstützungsbedarf besteht, können professionelle Dienste notwendig sein. Die Wohnpartnerschaft kann dann höchstens ergänzend wirken.
Muss die jüngere Person jeden Abend zu Hause sein?
Nein.
Eine gewisse Anwesenheit kann Teil der Vereinbarung sein, wenn beide Seiten dies wünschen. Sie sollte aber klar definiert sein und mit Studium, Ausbildung, Beruf und Privatleben vereinbar bleiben.
Ein Student muss weiterhin Freunde treffen, verreisen oder seine Familie besuchen können. Ebenso sollte eine berufstätige Person ihren Arbeitsalltag frei organisieren können.
Wenn aus „gelegentlicher Anwesenheit“ eine permanente Verpflichtung wird, geht der Charakter einer ausgewogenen Wohnpartnerschaft schnell verloren.
Welche Vorteile hat das Modell für Studierende und junge Berufstätige?
Bezahlbarer Wohnraum
Der wahrscheinlich größte Vorteil ist der Zugang zu einem Zimmer, das günstiger sein kann als auf dem regulären Wohnungsmarkt.
Zusätzlicher Wohnraum wird verfügbar
Viele freie Zimmer in privaten Haushalten tauchen auf klassischen Immobilienportalen gar nicht auf. Wohnpartnerschaften können diesen bereits vorhandenen Wohnraum nutzbar machen.
Eine ruhigere Alternative zur klassischen WG
Wer keine große Studenten-WG sucht, kann das Zusammenleben mit einer älteren Person als angenehme Alternative empfinden.
Ein anderer sozialer Austausch
Generationenübergreifendes Wohnen kann Kontakte schaffen, die im Alltag sonst kaum entstehen würden. Gespräche, gemeinsames Kochen oder gegenseitige Hilfe können Teil des Zusammenlebens werden.
Welche Vorteile haben ältere Gastgeber?
Mehr Gesellschaft im Alltag
Wer allein lebt, kann durch einen Mitbewohner wieder mehr soziale Kontakte zu Hause erleben.
Die jüngere Person ersetzt dabei weder Angehörige noch professionelle Betreuung, kann aber zusätzliche Gespräche und gemeinsame Momente in den Alltag bringen.
Ein freies Zimmer wird wieder genutzt
Nach dem Auszug der Kinder bleiben in vielen Wohnungen und Häusern Zimmer ungenutzt.
Eine Wohnpartnerschaft ermöglicht es, diesen Wohnraum wieder sinnvoll zu verwenden, ohne dass die ältere Person ihr Zuhause verlassen muss.
Unterstützung bei kleinen Aufgaben
Manche alltäglichen Aufgaben werden mit zunehmendem Alter mühsamer. Kleine Hilfen beim Einkaufen, im Garten oder mit technischen Geräten können deshalb entlasten.
Ein Beitrag zu den Wohnkosten
Je nach Modell kann die jüngere Person zusätzlich eine reduzierte Miete oder Nebenkosten übernehmen.
Welche Risiken und Grenzen gibt es?
Reportagen über generationenübergreifendes Wohnen zeigen häufig besonders gelungene Wohnpartnerschaften. In der Praxis müssen aber zwei unterschiedliche Menschen ihren Alltag miteinander vereinbaren.
Probleme entstehen meist weniger durch den Altersunterschied als durch unterschiedliche Erwartungen und Gewohnheiten.
Zum Beispiel:
- der Gastgeber möchte früh schlafen, während der Mitbewohner häufig spät nach Hause kommt;
- die jüngere Person möchte regelmäßig Freunde empfangen;
- gelegentliche Hilfe wird nach und nach zu einer festen Verpflichtung;
- aus einigen kleinen Aufgaben wird immer mehr Arbeit;
- Privatsphäre und Gemeinschaftsräume sind nicht klar geregelt;
- eine Person sucht engen persönlichen Kontakt, die andere vor allem günstigen Wohnraum.
Deshalb sollten beide Seiten vor dem Einzug ausführlich über ihren Alltag und ihre Erwartungen sprechen.
Sollte es einen schriftlichen Vertrag geben?
Ja. Ein schriftlicher Vertrag oder zumindest eine detaillierte Vereinbarung ist sehr empfehlenswert.
Darin sollten unter anderem festgehalten werden:
- welcher Wohnraum zur Verfügung gestellt wird;
- welche Gemeinschaftsflächen genutzt werden dürfen;
- welche Miete oder Kostenbeteiligung anfällt;
- welche Hilfe vereinbart wurde;
- wie viele Stunden oder wie häufig Unterstützung vorgesehen ist;
- welche Hausregeln gelten;
- wie lange die Wohnpartnerschaft dauert;
- wie sie beendet werden kann.
Bei deutschen „Wohnen für Hilfe“-Programmen werden die konkreten Vereinbarungen zwischen Vermieter und Mieter getroffen; die vermittelnde Organisation ist nicht automatisch selbst Vertragspartner.
ToitChezMoi stellt ebenfalls Informationen zu Verträgen beim Wohnen gegen Leistungen zur Verfügung. Dabei handelt es sich jedoch um einen breiteren Ansatz als bei einzelnen deutschen „Wohnen für Hilfe“-Programmen.
Ist generationenübergreifendes Wohnen dasselbe wie ToitChezMoi?
Nein. Es gibt Überschneidungen, aber die Modelle sind nicht identisch.
Generationenübergreifendes Wohnen beschreibt zunächst das Zusammenleben von Menschen verschiedener Altersgruppen.
Programme wie „Wohnen für Hilfe“ verbinden häufig günstigen Wohnraum mit kleinen Hilfeleistungen.
ToitChezMoi verfolgt einen breiteren Ansatz rund um Wohnen gegen Leistungen.
Generationenübergreifendes Wohnen oder „Wohnen für Hilfe“
- bringt häufig jüngere und ältere Menschen zusammen;
- ist stark auf günstigen Wohnraum und Alltagshilfe ausgerichtet;
- wird in Deutschland teilweise über Studierendenwerke oder soziale Träger vermittelt;
- kann mit reduzierter Miete oder lediglich Nebenkosten verbunden sein;
- legt besonderen Wert auf soziale Kontakte zwischen den Generationen.
Wohnen gegen Leistungen bei ToitChezMoi
- ist nicht auf Seniorinnen und Senioren als Gastgeber beschränkt;
- kann auch Familien, Alleinlebende und andere Gastgeber einbeziehen;
- richtet sich an unterschiedliche Mitbewohnerprofile;
- kann verschiedene Arten von vereinbarter Unterstützung umfassen;
- bietet damit einen breiteren Rahmen als ausschließlich generationenübergreifende Wohnpartnerschaften.
Zwei Beispiele zeigen den Unterschied
Beispiel 1: Helga ist 74 Jahre alt und besitzt ein freies Zimmer. Lisa studiert in derselben Stadt und sucht günstigen Wohnraum. Sie zahlt hauptsächlich Nebenkosten und hilft Helga dafür einige Stunden im Monat beim Einkaufen, im Garten und mit dem Computer.
Eine solche Situation entspricht sehr gut der Idee deutscher „Wohnen für Hilfe“-Modelle.
Beispiel 2: Eine Familie verfügt über ein freies Zimmer und sucht einen Mitbewohner, der im Rahmen einer klaren Vereinbarung gelegentlich bei bestimmten Aufgaben unterstützt.
Hier steht nicht das Zusammenleben zweier Generationen im Mittelpunkt. Dennoch kann diese Situation grundsätzlich zum breiteren Konzept Wohnen gegen Leistungen passen.
Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied: Die Idee gegenseitiger Unterstützung rund um Wohnraum muss nicht auf Studierende und Seniorinnen oder Senioren beschränkt sein.
Kann man über ToitChezMoi eine generationenübergreifende Wohnpartnerschaft finden?
Ja. Auch Senioren mit einem freien Zimmer und jüngere Menschen, die eine solche Wohnform suchen, können die Logik von ToitChezMoi nutzen.
Die Plattform ist allerdings breiter aufgestellt und bringt unterschiedliche Gastgeber und Mitbewohner zusammen.
Entscheidend ist nicht nur, ob ein Zimmer verfügbar ist. Ebenso wichtig sind kompatible Erwartungen, Tagesrhythmen, gewünschte Unterstützung und die Frage, wie viel Gemeinschaft oder Privatsphäre beide Seiten möchten.
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf unserer Seite zum generationenübergreifenden Wohnen.
Generationenübergreifendes Wohnen oder Wohnen gegen Leistungen: Was passt besser?
Das hängt davon ab, welche Art von Wohnpartnerschaft Sie suchen.
Generationenübergreifendes Wohnen kann gut passen, wenn:
- Sie als ältere Person ein freies Zimmer haben;
- Sie als jüngerer Mensch günstigen Wohnraum bei einer älteren Person suchen;
- der Kontakt zwischen den Generationen für Sie eine wichtige Rolle spielt;
- Sie sich eine überschaubare gegenseitige Unterstützung vorstellen können.
Wohnen gegen Leistungen bietet mehr Möglichkeiten, wenn:
- Sie nicht gezielt eine generationenübergreifende Wohnform suchen;
- Sie als Familie oder anderer Gastgeber Wohnraum anbieten möchten;
- Sie unterschiedliche Arten von Unterstützung vereinbaren möchten;
- Sie Ihre Suche auf weitere Gastgeber- oder Mitbewohnerprofile ausweiten möchten.
Wichtig ist in jedem Fall, dass die gewählte Vereinbarung tatsächlich zur konkreten Wohnsituation passt.
8 Fragen, die Sie vor dem Einzug klären sollten
Der Preis und das Zimmer sind nur ein Teil der Entscheidung. Vor dem Einzug sollten beide Seiten mindestens diese acht Fragen beantworten können:
- Welcher Teil der Wohnung steht dem Mitbewohner zur Verfügung?
- Welche Räume werden gemeinsam genutzt?
- Welche Miete oder Kostenbeteiligung ist vorgesehen?
- Welche Nebenkosten sind enthalten?
- Welche Hilfe wird erwartet?
- Wie viele Stunden oder wie häufig soll geholfen werden?
- Welche Regeln gelten im gemeinsamen Haushalt?
- Wie lange soll die Wohnpartnerschaft dauern und wie kann sie beendet werden?
Außerdem sollte das Zimmer immer persönlich besichtigt werden. Beide Seiten sollten sich vorher treffen und überprüfen, ob die Erwartungen und Lebensweisen tatsächlich zusammenpassen.
Weitere Empfehlungen finden Sie im Sicherheitsleitfaden von ToitChezMoi.
Ist generationenübergreifendes Wohnen wirklich eine gute Idee?
Auf den ersten Blick wirkt das Modell sehr überzeugend: Eine ältere Person hat ein freies Zimmer, ein jüngerer Mensch braucht bezahlbaren Wohnraum und beide können voneinander profitieren.
Der Erfolg hängt jedoch davon ab, ob die Beziehung ausgewogen bleibt.
Der jüngere Mitbewohner sollte weder zu einer kostenlosen Pflegekraft noch zu einer ständig verfügbaren Haushaltshilfe werden. Gleichzeitig sollte die ältere Person nicht nur als Anbieter eines besonders günstigen Zimmers betrachtet werden.
Beide Seiten brauchen Privatsphäre, Selbstständigkeit und klare Absprachen.
Wenn dieses Gleichgewicht gelingt, kann generationenübergreifendes Wohnen mehr sein als eine günstige Unterkunft: Aus einem freien Zimmer kann eine Wohnpartnerschaft entstehen, die Wohnraum schafft und gleichzeitig Menschen verschiedener Generationen miteinander verbindet.
Kann generationenübergreifendes Wohnen zu einer neuen Art des Wohnens inspirieren?
Das wachsende Interesse an Modellen wie „Wohnen für Hilfe“ zeigt vor allem eines: Ein freies Zimmer muss nicht ungenutzt bleiben.
Es kann zu einer Unterkunft für jemanden werden, der Wohnraum sucht, und gleichzeitig eine Form gegenseitiger Unterstützung ermöglichen.
Diese Grundidee findet sich auch beim Wohnen gegen Leistungen wieder – allerdings in einem breiteren Rahmen, der nicht ausschließlich an Alter oder Generation gebunden ist.
Sie haben ein freies Zimmer oder geeigneten Wohnraum und möchten jemanden finden, dessen Bedürfnisse und Alltag zu Ihrem passen? Registrieren Sie sich als Gastgeber bei ToitChezMoi und beschreiben Sie, welche Form des Zusammenlebens Sie suchen.
Das Ziel ist nicht einfach, ein freies Zimmer zu besetzen. Entscheidend ist, eine Person zu finden, mit der Wohnraum, Erwartungen und Alltag wirklich zusammenpassen.