Kollaborativer Konsum ist im Trend
Geld sparen, großartige Menschen treffen, teilen… Kollaborativer Konsum bringt viele Vorteile mit sich. Aber was genau ist das eigentlich?
Geld sparen, großartige Menschen treffen, teilen… Die kollaborative Konsum sammelt viele Vorteile. Aber was ist das eigentlich?

Kollaborativer Konsum ist eine Konsumform, die auf dem Teilen von Gütern, Dienstleistungen und/oder Wissen basiert. In der Praxis handelt es sich um Teilen, Tausch, Austausch oder auch Vermietung.
Dieses System ist übrigens in Mode. Glauben Sie mir nicht? Überprüfen wir es sofort.
Hier eine Reihe von Fragen nur für Sie:
- Haben Sie schon einmal Fahrgemeinschaften genutzt?
- Haben Sie schon einmal in der Wohnung eines Privatmanns übernachtet statt in einem Hotel oder einer Ferienwohnung?
- Haben Sie schon einmal Gemüsekörbe in einer AMAP gekauft?
- Haben Sie schon einmal Ihr Raclette-Gerät an Ihren Nachbarn ausgeliehen im Austausch gegen seinen tollen Dampfreiniger*?
(*funktioniert mit jedem tollen Haushaltsgerät)
Wenn Sie eine dieser Fragen mit Ja beantwortet haben, Glückwunsch! Sie haben kollaborativen Konsum bereits selbst ausprobiert, vielleicht ohne es zu wissen.
Und genau darin liegt das Problem: wir praktizieren kollaborativen Konsum, ohne ihn wirklich zu benennen. Warum? Weil kollaborativer Konsum ein wenig attraktives Image hat. In der öffentlichen Vorstellung sind die Fans der #consocollab entweder Außenseiter der Gesellschaft und Woodstock-Nostalgiker oder Pariser Bobo’s, die Quinoa essen und mit dem (gebrauchten) Fahrrad unterwegs sind. Es ist schwer, sich mit diesen ungewöhnlichen – wenn auch sehr sympathischen – Profilen zu identifizieren.
Ein weiteres, noch besorgniserregenderes Hindernis: Kollaborativer Konsum wäre eine „Arme-Leute-Wirtschaft“.
Sollten wir wirklich rot werden, weil wir in Krisenzeiten zu einem wirtschaftlicheren Lebensstil zurückkehren wollen, der auf andere und das Teilen ausgerichtet ist?
Auf keinen Fall.
Wir alle haben irgendwann in unserem Leben Zeit und Geld in den Erwerb eines Gutes (Auto, Immobilien, Haushaltsgeräte) oder von Wissen (zum Beispiel durch Studium) investiert. Es ist offensichtlich, dass diese Investitionen nicht immer maximal genutzt werden. Warum also nicht andere davon profitieren lassen?