Die Schwierigkeiten der 1,8 Millionen alleinerziehenden Familien in Frankreich
Nach Angaben des INSEE; „leben im Jahr 2015 15 % der 30- bis 45-Jährigen allein, das sind mehr als 26 % der Haushalte in dieser Altersgruppe. In diesem Zusammenhang machen Alleinerziehendenfamilien 7,5 % der städtischen Haushalte aus.
Nach Angaben des INSEE; „2015 leben 15 % der 30- bis 45-Jährigen allein, das sind mehr als 26 % der Haushalte in dieser Altersgruppe. In diesem Zusammenhang machen alleinerziehende Familien 7,5 % der städtischen Haushalte aus.
Außerdem wird sich in den nächsten zehn Jahren eine besondere Art von alleinerziehenden Familien entwickeln. Es handelt sich um jene, bei denen der Elternteil älter als 55 Jahre ist. Ihre Zahl soll bis 2015 um ein Drittel steigen. Somit werden sie fast 30 % der alleinerziehenden Familien ausmachen, gegenüber 24 % im Jahr 1999.“
Heute sind mehr als 1,8 Millionen Familien alleinerziehende Familien. In 85 % der Fälle handelt es sich um eine Mutter und ihre Kinder, deren Erwerbseinkommen unsicherer oder gar nicht vorhanden sind. Oft in einer weniger günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt, müssen sie sowohl die Einschränkungen bewältigen, die mit ihrer Situation als alleinerziehende Mütter verbunden sind. Die Kinderbetreuung ist dabei eine besondere Herausforderung. Außerdem stehen sie vor der Unmöglichkeit, auf das Einkommen eines Partners zur Deckung des Familienbedarfs zählen zu können. Dasselbe gilt für Männer, die ohne Partner mit ihren Kindern leben. Wenn drei Viertel der Väter in alleinerziehenden Familien eine Vollzeitbeschäftigung haben, sind sie viel häufiger arbeitslos als Männer in einer Partnerschaft mit Kindern. Sie geben auch häufiger an, arbeitslos zu sein.
Die Lösung Wohnen gegen Dienstleistungen
Jeder weiß, dass die Betreuung von Kindern, besonders wenn sie klein sind, Präsenz erfordert. Für Eltern, die sich keine Kinderfrau leisten können, stellt dies ein Handicap in ihrem Berufsleben dar. Es ist für sie schwierig, eine Arbeit mit passenden Arbeitszeiten und angemessener Bezahlung zu finden. Die Lösung liegt wahrscheinlich im Wohnen gegen Dienstleistungen. Tatsächlich kann ein Gastgeber-Elternteil einen solidarischen Mitbewohner im Austausch für die Betreuung oder Abholung der Kinder beherbergen und so beruhigt einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Dadurch können sie ein besseres Einkommen erzielen. Die geringe finanzielle Ausstattung stürzt alleinerziehende Familien zu oft in finanzielle Not. Diese Situation könnte durch solidarische Aktionen wie die Vermietung gegen Dienstleistungen gemildert werden.
