Der Teufel trägt Tafta oder droht mit der kollaborativen Konsumation
Le Télégramme hat berichtet, dass sich Gartenliebhaber und -freunde mehrmals im Jahr treffen, um Pflanzen und Ratschläge zu teilen oder auszutauschen. Leider werden sie sich wohl bald illegal treffen. Tatsächlich sind diese Pflanzentauschbörsen nun durch das Freihandelsabkommen Tafta (Transatlantic Free Trade Area) bedroht.
Le Télégramme berichtete, dass sich Gartenliebhaber und Hobbygärtner mehrmals im Jahr treffen, um Pflanzen und Ratschläge zu teilen oder zu tauschen. Leider werden sie bald wahrscheinlich illegal sein. Tatsächlich sind diese Pflanzentauschveranstaltungen nun durch das Freihandelsabkommen oder Tafta (Transatlantic Free Trade Area) bedroht.
Worum geht es?
Es handelt sich um ein seit über einem Jahr im größten Geheimnis zwischen Amerikanern und Europäern verhandeltes Abkommen. Tafta, auch bekannt als „TTIP“ (Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft), ist ein transatlantisches Freihandelsabkommen. NGOs, aber auch viele politische Parteien sehen in diesem Abkommen eine Bedrohung für unser europäisches Sozialmodell. Tatsächlich müsste man amerikanische Praktiken wie den Anbau von GVO oder Fleisch mit Hormonen übernehmen. Außerdem müssten die neuen Schiedsverfahren zur Streitbeilegung berücksichtigt werden. Dies hätte enorme finanzielle Folgen für die Europäische Gemeinschaft, eine Absurdität im aktuellen wirtschaftlichen Kontext.
Eine reale Bedrohung für Botaniker, die ihre Samen oder Pflanzen tauschen.
Dieses Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union zielt darauf ab, einen gemeinsamen Markt von 820 Millionen Verbrauchern zu schaffen. Dieser Markt würde die Hälfte des weltweiten BIP und ein Drittel des Handelsvolumens ausmachen.
Die Befürworter der Abkommen sagen, dass wir bis 2025 pro europäischem Kopf 500 € gewinnen werden. Aus rein mathematischer Sicht wird dieser Reichtum jedoch nicht gerecht verteilt sein. Er wird also nicht so verteilt werden. Er wird vor allem den multinationalen Konzernen zugutekommen. Diese multinationalen Unternehmen, vertreten durch Heerscharen von Lobbyisten, die ihre Interessen vertreten, werden versuchen, Märkte wie die der „Tauscher“ zu erobern. Sie werden dieses Abkommen nutzen, um jede solche Veranstaltung illegal zu machen.
Ist das eine Bedrohung für die kollaborative Konsumkultur im Allgemeinen?
Bereits im Oktober 2013 wurde ein umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen Kanada und der Europäischen Union unterzeichnet. Wie beim Tafta kennen wir weder die Texte noch die Grundlagen. Obwohl es noch nicht ratifiziert ist, hat die EU Kanada zur Liberalisierung seines Postsystems aufgefordert. Die Kanadier werden keine individuelle Postzustellung mehr haben, sondern Sammelkästen! Die französische Post wird bis 2025 ein Monopol auf Postdienstleistungen haben… Welche Veränderungen werden danach folgen? Wir können befürchten, dass Bildung und Gesundheit die nächsten Ziele sein werden. Sie werden für die Globalisierung geöffnet und mit ihnen werden wir das verschwinden sehen, was noch eine Besonderheit in Frankreich ausmacht: das Geben (wie Blutspenden) oder der Austausch!
