Wohnen gegen Dienstleistungen: Was gehört in die Vereinbarung?

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Un hôte et une cohabitante remplissent ensemble un contrat de logement contre services à table

Sie haben sich mit einem Gastgeber oder Mitbewohner geeinigt und möchten die Bedingungen für das Wohnen gegen Dienstleistungen schriftlich festhalten? ToitChezMoi stellt Vertragsvorlagen und hilfreiche Dokumente zur Verfügung, die beiden Seiten dabei helfen, ihre Vereinbarung klar zu formulieren.

Eine Vorlage auszuwählen ist jedoch nur der erste Schritt. Bevor Sie das Dokument ausfüllen, sollten Sie gemeinsam klären, was genau vereinbart wurde: Welche Leistungen werden erbracht? Wie viele Stunden sind vorgesehen? Gibt es eine finanzielle Beteiligung? Welche Räume dürfen genutzt werden? Wie lange soll das Zusammenwohnen dauern und was passiert, wenn eine der beiden Seiten die Vereinbarung beenden möchte?

Dieser praktische Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, was Sie vor dem Ausfüllen und Unterzeichnen Ihrer ToitChezMoi-Vereinbarung klären sollten. So können Gastgeber und Mitbewohner Missverständnisse vermeiden und sicherstellen, dass beide Seiten dieselben Erwartungen haben.

Wichtig: Für das Wohnen gegen Dienstleistungen gibt es nicht einen einzigen rechtlichen Status, der auf alle Situationen anwendbar wäre. Welche Regeln gelten, hängt von der tatsächlichen Gestaltung des Zusammenwohnens ab – insbesondere von der Art der Unterkunft, einer möglichen finanziellen Beteiligung sowie von Art und Organisation der vereinbarten Leistungen. Die Vorlagen und Informationen von ToitChezMoi dienen als Hilfe bei der schriftlichen Festlegung der Vereinbarung und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung.

Warum eine schriftliche ToitChezMoi-Vereinbarung sinnvoll ist

Wohnen gegen Dienstleistungen basiert auf Vertrauen zwischen Gastgeber und Mitbewohner. Doch auch wenn beide Seiten mit den besten Absichten starten, können später Missverständnisse entstehen: Welche Leistungen waren tatsächlich vereinbart? Wie häufig sollten sie erbracht werden? Welche Räume werden gemeinsam genutzt? Wer beteiligt sich an den laufenden Kosten? Und wie lange sollte das Zusammenwohnen dauern?

Diese Punkte schriftlich festzuhalten hilft dabei, die gegenseitigen Verpflichtungen bereits vor dem Einzug zu klären. Gleichzeitig haben beide Seiten später eine gemeinsame Grundlage, auf die sie sich beziehen können.

Genau dafür stellt ToitChezMoi Vertragsvorlagen und weitere Dokumente zur Verfügung: Sie geben Gastgebern und Mitbewohnern eine praktische Grundlage, um ihre individuelle Vereinbarung schriftlich festzuhalten.

Idealerweise wird die Vereinbarung erst abgeschlossen, nachdem Sie über die Plattform miteinander gesprochen, sich persönlich kennengelernt, die Unterkunft besichtigt und die Erwartungen beider Seiten ausführlich besprochen haben.

Vor einer verbindlichen Zusage sollten Sie außerdem die Sicherheitshinweise von ToitChezMoi beachten. Einen entsprechenden Sicherheitsleitfaden finden Sie über die deutschsprachige Website von ToitChezMoi.

Welche ToitChezMoi-Vereinbarung passt zu Ihrer Situation?

Das gewählte Dokument sollte immer die tatsächliche Vereinbarung zwischen Gastgeber und Mitbewohner widerspiegeln. ToitChezMoi stellt verschiedene Ressourcen zur Verfügung, um unterschiedliche Wohnsituationen schriftlich zu regeln. Eine einzige Vertragsform, die für jede Form des Wohnens gegen Dienstleistungen geeignet ist, gibt es jedoch nicht.

Je nach Situation kann die Unterkunft beispielsweise mietfrei, gegen eine reduzierte finanzielle Beteiligung oder im Rahmen einer besonderen rechtlichen Regelung zur Verfügung gestellt werden. In Frankreich gibt es unter anderem einen eigenen gesetzlichen Rahmen für das solidarische intergenerationelle Zusammenwohnen. Andere Konstellationen können wiederum mietrechtlichen, arbeitsrechtlichen oder anderen Vorschriften unterliegen.

Wählen Sie eine Vorlage daher nicht allein aufgrund ihrer Bezeichnung. Entscheidend ist, dass das Dokument die tatsächlichen Bedingungen der Unterkunft, die vereinbarten Leistungen, eventuelle Zahlungen und die Verpflichtungen beider Seiten korrekt wiedergibt.

Wenn Sie sich zunächst grundsätzlich über das Modell informieren möchten, finden Sie weitere Informationen in den häufig gestellten Fragen von ToitChezMoi sowie im praktischen Leitfaden zum Wohnen gegen Leistungen.

Ein besonderer französischer Rahmen: intergenerationelles Zusammenwohnen

Befindet sich die Unterkunft in Frankreich, kann in bestimmten Fällen die sogenannte cohabitation intergénérationnelle solidaire gelten. Dabei handelt es sich um einen gesetzlich geregelten Rahmen für solidarisches intergenerationelles Zusammenwohnen.

Nach französischem Recht kann eine Person im Alter von 60 Jahren oder älter einen Teil ihrer Wohnung an eine Person unter 30 Jahren vermieten oder untervermieten. Dafür kann eine geringe beziehungsweise angemessene finanzielle Beteiligung vereinbart werden.

Zusätzlich kann die Vereinbarung sogenannte kleine Hilfsleistungen (menus services) vorsehen. Innerhalb dieses speziellen französischen Rechtsrahmens dürfen diese Leistungen weder auf Gewinnerzielung ausgerichtet sein noch im Rahmen eines arbeitsrechtlichen Unterordnungsverhältnisses erbracht werden.

Diese Form des Zusammenwohnens unterliegt daher eigenen Regeln und darf nicht automatisch mit allen anderen Formen des Wohnens gegen Dienstleistungen gleichgesetzt werden. Nach französischem Recht gilt bei der Beendigung einer solchen Vereinbarung außerdem eine Kündigungsfrist von einem Monat.

Was sollte in einer Vereinbarung für Wohnen gegen Dienstleistungen stehen?

Bevor Sie Ihre ToitChezMoi-Vereinbarung ausfüllen, sollten Gastgeber und Mitbewohner die folgenden Punkte gemeinsam durchgehen. Sind diese Fragen geklärt, lässt sich das Dokument wesentlich einfacher und genauer ausfüllen.

1. Angaben zu Gastgeber und Mitbewohner

Notieren Sie die vollständigen Namen und Kontaktdaten beider Seiten sowie die vollständige Adresse der betreffenden Unterkunft.

Außerdem sollte geklärt werden, in welchem Verhältnis der Gastgeber zur Immobilie steht, insbesondere ob er Eigentümer oder Mieter ist. Ist der Gastgeber selbst Mieter, sollten der bestehende Mietvertrag und die für eine mögliche Untervermietung oder Überlassung von Wohnraum geltenden Regeln geprüft werden.

2. Die zur Verfügung gestellte Unterkunft

Beschreiben Sie möglichst genau, welcher Wohnraum dem Mitbewohner zur Verfügung steht: ein privates Zimmer, ein Studio, eine separate Wohneinheit oder ein anderer vereinbarter Bereich.

Auch die wichtigsten Einrichtungen und Ausstattungsgegenstände sollten festgehalten werden, damit beide Seiten bereits vor der Unterzeichnung wissen, unter welchen Bedingungen die Unterkunft genutzt werden kann.

Unterliegt die Unterkunft gesetzlichen Mindestanforderungen an Wohnraum, müssen die jeweils geltenden Vorschriften eingehalten werden. In Frankreich können beispielsweise je nach rechtlicher Gestaltung die Vorschriften über ein logement décent, also über angemessenen beziehungsweise bewohnbaren Wohnraum, gelten.

Unabhängig vom konkreten Rechtsrahmen sollte die Besichtigung genutzt werden, um den tatsächlichen Zustand der Unterkunft, die vorhandene Ausstattung und die Wohnbedingungen zu überprüfen.

3. Gemeinschaftsräume und verfügbare Ausstattung

Die Beschreibung des eigenen Zimmers allein reicht für eine klare Vereinbarung nicht aus. Besprechen Sie auch, welche Räume und Einrichtungen der Mitbewohner nutzen darf: Küche, Badezimmer, Wohnzimmer, Waschmaschine, Garten, WLAN, Stauraum oder Parkplatz zum Beispiel.

Werden bestimmte Räume gemeinsam genutzt oder gelten besondere Regeln, sollten diese Fragen vor dem Einzug geklärt werden. So lassen sich unterschiedliche Erwartungen im Alltag vermeiden.

4. Vereinbarte Dienstleistungen einzeln aufführen

Dieser Punkt gehört zu den wichtigsten Bestandteilen einer Vereinbarung über Wohnen gegen Dienstleistungen.

Vermeiden Sie ungenaue Formulierungen wie „Hilfe im Haushalt“, „ein paar Dienstleistungen“ oder „Hilfe bei Bedarf“. Halten Sie stattdessen möglichst genau fest, was vereinbart wurde: Haushaltsaufgaben, Einkäufe, Hausaufgabenhilfe oder Nachhilfe, Kinderbetreuung, Gartenarbeit, Versorgung von Haustieren oder Gesellschaft und Anwesenheit können beispielsweise Teil einer Vereinbarung sein.

Das Ziel ist einfach: Wenn Gastgeber oder Mitbewohner die Vereinbarung einige Monate später erneut lesen, sollte eindeutig erkennbar sein, welche Leistungen ursprünglich vereinbart wurden – und welche nicht.

Auch die Art der Tätigkeit ist wichtig. Für bestimmte Aufgaben können berufliche Qualifikationen oder besondere rechtliche Voraussetzungen erforderlich sein. Beim solidarischen intergenerationellen Zusammenwohnen nach französischem Recht dürfen die vereinbarten kleinen Hilfsleistungen beispielsweise nicht die Tätigkeit professioneller Pflege- oder Betreuungsdienste ersetzen.

5. Stundenumfang und Organisation der Leistungen festlegen

Halten Sie fest, wie viel Zeit die vereinbarten Dienstleistungen voraussichtlich in Anspruch nehmen und – soweit sinnvoll – wie sie innerhalb der Woche organisiert werden.

Auf ToitChezMoi sind Angebote auf maximal 15 Stunden Dienstleistungen pro Woche begrenzt. Diese Plattformregel soll dazu beitragen, dass die Vereinbarungen angemessen und ausgewogen bleiben.

Wichtig ist jedoch: Die 15 Stunden sind keine allgemeine gesetzliche Höchstgrenze. Allein die Tatsache, dass weniger als 15 Stunden pro Woche vereinbart werden, entscheidet nicht über die rechtliche Einordnung der Beziehung und schließt beispielsweise die Anwendung arbeitsrechtlicher Vorschriften nicht automatisch aus.

Für Ihre ToitChezMoi-Vereinbarung kommt es daher darauf an, einen klaren und realistischen Stundenumfang festzulegen, den beide Seiten verstehen und akzeptieren und der den Regeln der Plattform entspricht.

6. Dauer des Zusammenwohnens festlegen

Tragen Sie das geplante Einzugsdatum ein und legen Sie fest, wie lange die Vereinbarung voraussichtlich gelten soll.

Ist bereits ein Enddatum bekannt, sollte es eindeutig angegeben werden. Falls eine Verlängerung oder Erneuerung möglich sein soll, können auch die entsprechenden Bedingungen festgehalten werden, sofern dies zum gewählten Vertrag und zum anwendbaren Rechtsrahmen passt.

7. Miete, finanzielle Beteiligung und laufende Kosten

Alle finanziellen Bedingungen sollten vor der Unterzeichnung eindeutig geklärt sein. Geben Sie an, ob die Unterkunft mietfrei zur Verfügung gestellt wird, eine reduzierte Miete vorgesehen ist, eine andere finanzielle Beteiligung verlangt wird oder sich der Mitbewohner an bestimmten laufenden Kosten beteiligt.

Soll der Mitbewohner einen Betrag zahlen, sollte eindeutig festgehalten werden, wie hoch dieser Betrag ist, welche Kosten er abdeckt und wie die Zahlung erfolgt.

Das Gleiche gilt für Nebenkosten und gemeinsame Ausgaben. Klären Sie beispielsweise, wie Wasser, Strom, Heizung, Internet oder andere vereinbarte Kosten behandelt werden.

ToitChezMoi legt keinen einheitlichen Höchstbetrag für Miete oder finanzielle Beteiligungen fest, der für sämtliche Formen des Wohnens gegen Dienstleistungen gilt. Der vereinbarte Betrag muss jedoch zur jeweiligen Wohnform passen und die gesetzlichen Vorschriften einhalten, die auf die konkrete Situation anwendbar sind.

Für das solidarische intergenerationelle Zusammenwohnen in Frankreich sieht das Gesetz beispielsweise eine geringe beziehungsweise angemessene finanzielle Beteiligung vor, ohne einen einzigen Standardbetrag für alle Vereinbarungen festzulegen.

8. Regeln für den gemeinsamen Alltag vereinbaren

Besuche, gemeinsam genutzte Räume, Haustiere, Ruhezeiten, Haushaltsorganisation und Reinigung können entscheidend dafür sein, ob das Zusammenleben langfristig funktioniert.

Nicht jedes Detail muss zu einer ausführlichen Vertragsklausel werden. Wichtig ist vielmehr, dass die Regeln, die für Gastgeber oder Mitbewohner von Bedeutung sind, vor dem Einzug besprochen und von beiden Seiten verstanden werden.

9. Regeln für die Beendigung der Vereinbarung festlegen

Schon vor dem Einzug darüber zu sprechen, wie das Zusammenwohnen beendet werden kann, mag zunächst unnötig erscheinen. Im Konfliktfall kann eine vorherige Regelung jedoch viele Schwierigkeiten vermeiden.

Je nach Vereinbarung und anwendbarem Rechtsrahmen sollten die geltenden Kündigungs- oder Mitteilungsfristen, die Rückgabe der Schlüssel und gegebenenfalls eine gemeinsame Bestandsaufnahme beim Auszug geregelt werden.

Gehen Sie nicht davon aus, dass jede Kündigungsfrist frei gewählt werden kann. Für bestimmte rechtliche Modelle gelten besondere Vorschriften. Beim solidarischen intergenerationellen Zusammenwohnen in Frankreich sieht das Gesetz beispielsweise eine Frist von einem Monat vor.

10. Vereinbarung datieren und unterschreiben

Lesen Sie das gesamte Dokument vor der Unterzeichnung noch einmal gemeinsam durch und prüfen Sie, ob es tatsächlich den getroffenen Vereinbarungen entspricht.

Anschließend sollte die Vereinbarung von den betreffenden Parteien datiert und unterschrieben werden. Beide Seiten sollten jeweils ein Exemplar sowie die dazugehörigen Anlagen und Dokumente aufbewahren.

Vereinbarung und Bestandsaufnahme: zwei unterschiedliche Funktionen

Die schriftliche Vereinbarung und die Bestandsaufnahme des Wohnraums erfüllen unterschiedliche Zwecke.

Die Vereinbarung hält die gegenseitigen Verpflichtungen von Gastgeber und Mitbewohner fest. Eine Bestandsaufnahme beziehungsweise ein Übergabeprotokoll – in Frankreich état des lieux – dokumentiert dagegen, soweit sie für die jeweilige Situation vorgesehen oder vorgeschrieben ist, den Zustand der Unterkunft, des Zimmers, der Möbel und der wichtigsten Ausstattung beim Einzug und gegebenenfalls beim Auszug.

Ein solches Dokument gemeinsam zu erstellen, gibt beiden Seiten eine nachvollziehbare Grundlage über den ursprünglichen Zustand des Wohnraums und kann spätere Streitigkeiten über Schäden oder Ausstattungsgegenstände vermeiden.

Weitere Informationen zu Vereinbarungen, Dokumenten, Versicherungen und rechtlichen Fragen finden Sie in den häufig gestellten Fragen von ToitChezMoi.

Diese Fehler sollten Sie vor der Unterzeichnung vermeiden

  • Unterschreiben, bevor Sie die Unterkunft besichtigt und die andere Person getroffen haben. Die Vereinbarung sollte Wohnbedingungen widerspiegeln, die Sie tatsächlich gesehen und besprochen haben.
  • Nur „ein paar Dienstleistungen“ eintragen. Die vereinbarten Leistungen sollten so genau wie möglich aufgeführt werden.
  • Den Stundenumfang offenlassen. Gastgeber und Mitbewohner sollten bereits vor der Unterzeichnung wissen, welcher zeitliche Einsatz erwartet wird.
  • Die 15-Stunden-Grenze von ToitChezMoi mit einer gesetzlichen Grenze verwechseln. Es handelt sich um eine Plattformregel und nicht um eine allgemeine gesetzliche Höchstgrenze.
  • Eine Vorlage verwenden, die nicht zur tatsächlichen Vereinbarung passt. Die Bezeichnung eines Dokuments bestimmt nicht automatisch, welcher rechtliche Rahmen gilt.
  • Finanzielle Beteiligungen oder laufende Kosten nicht eindeutig festlegen. Alle Zahlungen sollten transparent angegeben und von beiden Seiten verstanden werden.
  • Keine Regelung für das Ende des Zusammenwohnens treffen. Die Auszugsmodalitäten sollten von Anfang an unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften geklärt werden.
  • Vor der Besichtigung Geld überweisen. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn jemand vor einem persönlichen Treffen oder einer Besichtigung eine Zahlung verlangt, um die Unterkunft angeblich zu „reservieren“.
  • Zulassen, dass die vereinbarten Leistungen nach und nach ausgeweitet werden. Zusätzliche Aufgaben sollten nicht stillschweigend verpflichtend werden, wenn sie ursprünglich nicht vereinbart waren.

Wohnen gegen Dienstleistungen oder Arbeitsverhältnis?

Eine ToitChezMoi-Vereinbarung sollte immer die tatsächliche Beziehung zwischen Gastgeber und Mitbewohner widerspiegeln.

Allein die Bezeichnung eines Dokuments als „Vereinbarung über Wohnen gegen Dienstleistungen“, „Zusammenwohnvereinbarung“ oder „gegenseitige Hilfe“ verhindert nicht, dass arbeitsrechtliche Vorschriften gelten können, wenn die tatsächliche Organisation der Dienstleistungen einem Arbeitsverhältnis entspricht.

In Frankreich spielt dabei insbesondere das sogenannte Unterordnungsverhältnis (lien de subordination) eine wichtige Rolle. Es kann insbesondere vorliegen, wenn eine Person unter der Autorität einer anderen arbeitet, die ihr Anweisungen geben, deren Ausführung kontrollieren und Verstöße sanktionieren kann.

Der Stundenumfang allein reicht daher nicht aus, um die rechtliche Einordnung zu bestimmen. Wenn die vereinbarten Dienstleistungen in der Praxis einer regelmäßigen Beschäftigung ähneln oder Sie sich hinsichtlich des anwendbaren Rechtsrahmens unsicher sind, sollten Sie sich vor der Unterzeichnung bei einer zuständigen Stelle oder einer qualifizierten Fachperson informieren.

Befindet sich die Unterkunft außerhalb Frankreichs, können insbesondere Miet-, Arbeits-, Steuer- und Sozialvorschriften erheblich von den französischen Regelungen abweichen. Prüfen Sie deshalb die Vorschriften des Landes und gegebenenfalls der Region oder Stadt, in der sich die Unterkunft befindet.

Häufige Fragen zu ToitChezMoi-Vereinbarungen

Wo finde ich eine Vorlage für Wohnen gegen Dienstleistungen?

ToitChezMoi stellt Vertragsvorlagen und praktische Ressourcen zur Verfügung, die Gastgebern und Mitbewohnern helfen sollen, ihre Vereinbarung schriftlich festzuhalten.

Weitere Informationen zur Vorbereitung einer solchen Wohnform finden Sie außerdem im praktischen Leitfaden zum Wohnen gegen Leistungen.

Ist eine schriftliche Vereinbarung für Wohnen gegen Dienstleistungen Pflicht?

Darauf gibt es keine einheitliche Antwort für sämtliche Formen des Wohnens gegen Dienstleistungen. Je nach tatsächlicher Situation können unterschiedliche rechtliche Regelungen gelten, von denen einige bestimmte Dokumente oder Formalitäten vorschreiben.

ToitChezMoi empfiehlt in jedem Fall, die wichtigsten Bedingungen schriftlich festzuhalten, damit Gastgeber und Mitbewohner eine gemeinsame und nachvollziehbare Grundlage haben.

Macht eine ToitChezMoi-Vorlage die Vereinbarung automatisch rechtssicher?

Nein. Eine Vorlage hilft dabei, die Vereinbarung zu strukturieren und schriftlich festzuhalten. Sie muss jedoch an die tatsächliche Situation der Parteien angepasst werden.

Die Verwendung einer ToitChezMoi-Vorlage ersetzt keine gesetzlichen Vorschriften, die auf die jeweilige Wohn- und Leistungssituation anwendbar sind.

Wie viele Stunden Dienstleistungen können vereinbart werden?

Auf ToitChezMoi sind Angebote auf maximal 15 Stunden Dienstleistungen pro Woche begrenzt. Dabei handelt es sich um eine Regel der Plattform und nicht um eine allgemeine gesetzliche Höchstgrenze.

Gibt es bei ToitChezMoi eine maximale Miete oder finanzielle Beteiligung?

ToitChezMoi legt keinen einheitlichen Höchstbetrag fest, der für sämtliche Vereinbarungen über Wohnen gegen Dienstleistungen gilt.

Die finanziellen Bedingungen hängen von der jeweiligen Wohnform ab und müssen die gesetzlichen Vorschriften einhalten, die auf die konkrete Situation anwendbar sind. Beim solidarischen intergenerationellen Zusammenwohnen in Frankreich sieht das Gesetz beispielsweise eine geringe beziehungsweise angemessene finanzielle Beteiligung vor.

Was unterscheidet Wohnen gegen Dienstleistungen von einem Arbeitsverhältnis?

Die Unterscheidung kann nicht allein anhand der Anzahl der geleisteten Stunden getroffen werden. Entscheidend sind auch die tatsächlichen Bedingungen, unter denen die Leistungen erbracht werden, und insbesondere die Frage, ob nach dem anwendbaren Recht ein Arbeits- oder Unterordnungsverhältnis besteht.

Entspricht die Beziehung in der Praxis einem Arbeitsverhältnis, reicht die Verwendung einer als „Wohnen gegen Dienstleistungen“ bezeichneten Vereinbarung nicht aus, um die Anwendung des Arbeitsrechts auszuschließen.

Kann eine ToitChezMoi-Vorlage angepasst werden?

Die ToitChezMoi-Vorlagen sind allgemeine Dokumente, die Nutzer dabei unterstützen sollen, ihre Vereinbarung schriftlich festzuhalten. Sie sollten entsprechend der tatsächlichen Situation ausgefüllt und bei besonderen rechtlichen Fragen gegebenenfalls angepasst oder fachlich geprüft werden.

Müssen steuerliche, sozialversicherungsrechtliche oder administrative Formalitäten erledigt werden?

Mögliche Pflichten hängen unter anderem von der Art der Unterkunft, den geleisteten Zahlungen, den vereinbarten Dienstleistungen und der rechtlichen Einordnung der Beziehung ab. Es gibt daher kein einziges Verwaltungsverfahren, das für jede Form des Wohnens gegen Dienstleistungen gilt.

Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich an die zuständige Behörde oder eine qualifizierte Fachperson und schildern Sie die konkrete Gestaltung Ihrer Vereinbarung.

Ihre Checkliste vor dem Ausfüllen der Vereinbarung

Bevor Sie unterschreiben, sollten Gastgeber und Mitbewohner gemeinsam einige grundlegende Fragen beantworten können: Welcher Wohnraum wird zur Verfügung gestellt? Welche Räume und Einrichtungen dürfen genutzt werden? Welche Dienstleistungen wurden vereinbart? Wie häufig werden sie erbracht? Gibt es eine finanzielle Beteiligung oder gemeinsame laufende Kosten? Wie lange soll das Zusammenwohnen dauern? Und wie kann die Vereinbarung beendet werden?

Sobald diese Punkte geklärt sind, können Sie die passende ToitChezMoi-Vorlage auswählen und gemeinsam ausfüllen. Beide Seiten sollten anschließend ein unterschriebenes Exemplar aufbewahren. Ergänzende Informationen finden Sie im praktischen Leitfaden zum Wohnen gegen Leistungen.

Sie haben noch nicht den passenden Gastgeber oder Mitbewohner gefunden? Besuchen Sie ToitChezMoi auf Deutsch, entdecken Sie passende Angebote und Profile und nehmen Sie Kontakt auf. Sobald Sie die passende Person gefunden haben, können Sie die Bedingungen Ihres Zusammenwohnens gemeinsam schriftlich festhalten.